Nike von Samothrake: Bewegung im Marmor

Die Nike von Samothrake stellt die griechische Siegesgöttin dar. Die geflügelte Figur gehört zu einem Monument mit einem Sockel in Form eines Schiffsbugs. Auch ohne erhaltenen Kopf und Arme wirkt sie ausgesprochen bewegt.

Nike von Samothrake
© 2014 Musée du Louvre, Dist. GrandPalaisRmn / Philippe Fuzeau

Wie entsteht der Eindruck von Wind?

Betrachte das Gewand an Bauch und Beinen. Manche Partien scheinen eng am Körper anzuliegen, andere Falten ziehen von ihm weg. Dieser Gegensatz lässt sich als Wirkung von Luft und Bewegung lesen. Suche eine Stelle, an der du unter dem dargestellten Stoff die Körperform erkennst, und eine zweite, an der vor allem das Gewand sichtbar wird.

Figur und Schiff zusammen betrachten

Der Schiffsbug ist mehr als eine neutrale Standfläche. Er verändert die Vorstellung vom Ort der Figur. Stelle dir denselben Körper auf einem einfachen rechteckigen Sockel vor: Welche Verbindung zur Bewegung über Wasser würde verloren gehen? Flügel, Gewand und Unterbau arbeiten für den Gesamteindruck zusammen.

Eine Übung beim Besuch

Sieh das Werk zuerst aus etwas größerer Entfernung und danach näher an. Aus der Ferne fällt die Silhouette auf, aus der Nähe die Bearbeitung der Falten. Beide Ansichten ergänzen sich. Nutze nur frei zugängliche Standpunkte und halte die Wege für andere Besucher offen.

Werkdaten und Quelle

Eigene Einführung von Louvr, KI-unterstützt erstellt. Werkdaten anhand des verlinkten Museumskatalogs abgeglichen. Deutungen sind als Betrachtungshilfen zu verstehen. Aktuellen Ausstellungsort im Katalog prüfen.

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